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Abwechslung tut gut: 5 Sportarten für ergänzende Trainings außerhalb der Fitnessstudios

Klettern
Klettern

Viele Menschen sehen den Muskelaufbau als eine Aktivität, die sie einige Monate oder Jahre ausführen und anschließend nie wieder davon sprechen müssen. Völlig falsch – nach dem Muskelaufbau muss jeder Mensch seine Muskulatur erhalten. Genau hier scheitern die meisten, denn der Erhalt der Muskulatur ist eine Lebensaufgabe.

Gründe für das Scheitern gibt es viele: Bei einigen Menschen stellt sich Langeweile ein, andere werden schlichtweg faul und führen ihr Training nicht mehr richtig oder unregelmäßig aus. Beiden Problemen kann man entgehen, indem man Abwechslung in den Trainingsplan bringt. Jeder, der trainiert, kann außerhalb des Fitnessstudios verschiedenen Sportarten nachgehen, die den Körper fit und die Muskulatur straff halten. Fünf dieser Sportarten stellen wir im Anschluss vor.




1. Klettern

Das Klettern scheint für viele Menschen eine angeborene Gabe zu sein. Insbesondere der Nachwuchs macht keinen Halt davor, bis in die Krone eines hoch in den Himmel ragenden Baumes aufzusteigen. Doch auch als Erwachsener muss man nicht darauf verzichten, diverse Teile unserer Natur zu ersteigen. Die Sportart Klettern erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Sie ist nicht nur mit einem großen Adrenalin-Kick verbunden, sondern stärkt auch die Muskulatur.

Diese Sportart ist jedoch nicht eine, die Laien ohne professionelle Anleitung beginnen können. Den Anfang machen die meisten Menschen in Kletterhallen. Profis beraten hier zur Technik und geben wichtige Sicherheitsanweisungen (PDF; 4,2 MB).

Tipp: Wer an seine Leistungsgrenzen kommen möchte, für den könnte das Bouldern interessant sein. Bei dieser Kletterform verzichtet man auf Seil und Gurt, da man sich in Absprunghöhe befindet. Die vier bis acht Kletterzüge, die man ausführen muss, sind jedoch äußerst schwierig und schweißtreibend.

2. Wandern

Das Wandern ist eine beliebte Sportart, die sich wunderbar mit einem Krafttraining verbinden lässt. Der Vorteil dieser Sportart liegt darin, dass beim Ausführen kaum etwas falsch gemacht werden kann. Interessierte benötigen lediglich die passende Wanderausrüstung.

Laut dem Spezialisten für Outdoor-Ausrüstung transa.ch, sollte man beim Wandern das Zwiebelprinzip anwenden. Die Kleidung besteht hier aus vier Lagen:

  1. Funktionsunterwäsche
  2. Grundausstattung
  3. Kälteschutzschicht
  4. Regenschutzschicht

Auf passendes Schuhwerk sollte man beim Wandern nicht verzichten. Es schützt die Füße vor Blasen und anderen Gefahren. Die Sohle der Stiefel sollte möglichst griffig sein, damit sie auf jedem Terrain guten Halt bietet.

3. Schwimmen

Das Schwimmen ist ein relativ anstrengender Sport, der, in Kombination mit dem Krafttraining, in Maßen ausgeübt werden sollte. Der Vorteil der Sportart liegt darin, dass er die Ausdauer trainiert, was wiederum dem Krafttraining zugutekommt. Weiterhin kann man beim Schwimmen gewisse Muskelpartien trainieren, die beim klassischen Muskeltraining im Fitnessstudio vernachlässigt werden.

Sportler können sowohl nach dem Training als auch zwischen den Trainingstagen schwimmen. Welche der beiden Methoden sinnvoller ist, hängt von dem individuellen Sportler und seinem Trainingsplan ab. Das Schwimmen direkt nach dem Training kann helfen, den Muskelkater zu reduzieren. Wer dagegen zwischen den Trainingstagen schwimmt, der trainiert in erster Linie seine Ausdauer.

4. Boxen

Ob Boxen grundsätzlich für den Muskelaufbau geeignet ist, lässt sich schwer sagen, da die Meinungen bezüglich dieses Sportes stark auseinandergehen. Grundsätzlich stärkt jede sportliche Betätigung die Muskeln. Entscheidend ist, ob das Boxen den Aufbau der Muskelmasse fördert. Das tut es alleine nicht, jedoch in Kombination mit dem ohnehin ausgeführten Muskelaufbautraining.

Boxen ist, wie auch das Schwimmen, ein Ausdauersport. Es werden viele tief liegende Muskeln trainiert, welche mithilfe der Schläge und der Fußarbeit gestärkt werden. Vorteilhaft ist auch die Tatsache, dass der gesamte Muskelapparat gekräftigt wird, den man im Studio mit Maschinen und Hanteln trainiert.

Boxen hat jedoch auch einen weiteren Effekt, den viele andere Sportarten nicht besitzen: Er erfordert ein Höchstmaß an Konzentration, welche zur korrekten Ausführung von Nöten ist. Wer mit den Gedanken wo anders ist, riskiert, sich zu verletzen. Boxen hilft aber auch, seinen Gleichgewichtssinn und seine Standfestigkeit zu optimieren.

5. Pilates

Der Trendsport aus den USA wird von vielen Promis und Hollywood-Stars praktiziert und findet auch hierzulande immer mehr Anhänger. Als Ausdauertraining eignet es sich wunderbar als Ergänzung zum Krafttraining. Im Rahmen spezifischer Atemrhythmen dehnt und kräftigt man bei dieser Sportart die Muskulatur, insbesondere im Rücken- und Bauchbereich. Ein praktischer Nebeneffekt: Pilates hilft nicht nur körperlich, sondern auch seelisch, indem es Stress reduziert.

Im Vergleich zum klassischen Muskeltraining, werden bei Pilates insbesondere die tiefer liegenden Muskeln beansprucht. Insbesondere die Muskeln um Beckenboden und Wirbelsäule werden trainiert. Das Ergebnis ist eine gesunde Haltung, die beim eigentlichen Krafttraining enorm hilft.

Pilates ist übrigens nicht ein Sport, der sich an Frauen richtet, auch wenn sie aktuell noch die Mehrheit ausmachen. Immer mehr Männer haben erkannt, wie gut sich Pilates in Kombination mit dem Fitnessstudio praktizieren lässt. Männer bevorzugen allerdings spezielle Pilates-Geräte, so die Pilates-Trainerin Uta Gotschlich aus Frankfurt. Weiterhin bevorzugen die Herren der Schöpfung das Einzeltraining und nehmen selten beim klassischen Mattentraining im Rahmen eines Kurses teil.

Bild: #75801884 - Climber© Dudarev Mikhail by Fotolia.de

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