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Home Gym – Der eigene Fitnessraum – Anfängertipps zu Einrichtung und Kosten

Home Gym – Der eigene Fitnessraum – Anfängertipps zu Einrichtung und Kosten

Home Gym
Home Gym – Training zu Hause

Viele Menschen wollen fitter werden. Neben dem eigenen Schweinehund gibt es weitere Hürden, die zu überwinden sind. So ist man beim Joggen im Freien relativ wetterabhängig und zudem werden Gelenke (beispielsweise: Knie) gerade bei untrainierten Einsteigern stark beansprucht.

Fitnessstudios sind professionell und vor allem Ketten haben mittlerweile Preise, die ein Training für mehr und mehr Leute erschwinglich machen. Dennoch ist der Zeitaufwand, zu einem „Gym“ zu kommen, selbst mit einem Auto für viele zu aufwändig. Dazu kommt, dass man durch die Öffnungszeiten sowie möglicherweise vom Andrang dort eingeschränkt wird.
Deshalb ziehen es manche Neueinsteiger vor, sich zu Hause selbst ein kleines “Home Gym”, bzw, einen eigenen Fitnessraum einzurichten. Was ist dabei zu beachten?

Welche Basisgeräte sind in einem Home Gym für Anfänger sinnvoll?

Bevor man sich ein Home Gym zulegt, sollte man den Kosten-Nutzen-Faktor ermitteln. Denn wer einen Raum einrichtet, der mittel- und langfristig genutzt werden soll, muss erst einiges investieren. Zunächst braucht man einen Raum, den man nutzen kann. Doch darüber hinaus sind noch weitere Investitionen zu tätigen. Diese sind davon abhängig, was man trainieren will. Zunächst sind bei einem ausgewogenen Training immer Kraft- und Ausdauerelemente vorhanden. Außerdem sollte man nie nur eine bestimmte Partie des Körpers, sondern möglichst viele Bereiche trainieren.
Dazu dient beispielsweise ein Crosstrainer (= Ellipsentrainer). Über Kreuz (= cross) werden dabei Arme und Beine bewegt. Das Gerät ahmt das Gehen nach, vermeidet aber das gelenkbelastende Auftreten, was eine ellipsenförmige Beinbewegung hervorruft. Der Crosstrainer ermöglicht ein gelenkschonendes, effizientes Ausdauertraining, das sämtliche Gruppen von Muskeln aktiviert und den Stoffwechsel fördert.

Noch genauer messen und konsequenter Ausdauer trainieren kann man mit einem Ergometer. Diese Hometrainer ähneln äußerlich durch ihren Sattel, die Haltegriffe und die Pedale einem Fahrrad. Mittels integrierter Software, die auf einem Bildschirm zwischen den „Lenker“-Griffen betrachtet und bedient werden kann, sind verschiedenste Körperfunktionen messbar, z.B.:
⦁ Körperfett-Darstellung
⦁ Herzfrequenz
⦁ Trainingsdauer
⦁ erreichte Geschwindigkeit

Aufgrund der exakten Leistungsdatenerfassung werden die mittlerweile bei spezialisierten Online-Versandhäusern in großer Auswahl erhältlichen Ergometer auch für die Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt.

Beim Krafttraining gehen die Meinungen auseinander. Grundsätzlich kann man hier schon durch niedrige Investitionen für ein paar Kurzhanteln und eine bequeme Matte einen sinnvollen Einstieg erlangen. Hantel-Sets kann man mittlerweile in den meisten Sportgeschäften bekommen. Es empfiehlt sich, nicht zu viel zu kaufen, sondern erst einmal das geeignete Hantelgewicht zu finden und dann Hantelscheiben nachzukaufen.
In einem Gang einer Wohnung kann man selbstständig eine Klimmzugstange befestigen. Hier ist insbesondere die richtige Höhe, abhängig von der eigenen Körpergröße, entscheidend.
Für das Training mit größeren Hanteln und eine etwas professionellere Herangehensweise ist eine Hantelbank ratsam. Dies ist keine Bank im eigentlichen Sinne, sondern ein Sitz mit einer schräg aufragenden Lehne. Für diese Bank braucht man im Normalfall nicht mehr als 200 Euro auszugeben.
Wesentlich teurer liegen die Kraft- oder Multistationen. Hier sind an der Hantelbank zahlreiche Vorrichtungen befestigt, welche verschiedene Übungen mit Armen (etwa Butterfly-Übungen, Latissimuszüge) oder Beinen (Streck- oder Beugeübungen) ermöglichen. Die Faustregel lautet hierbei:

Je mehr Technik, insbesondere Hydraulik für das Ziehen von Gewichten, bei solchen Geräten integriert ist, desto teurer werden sie. So sind einfache Fitnesscenter mit Hantelstangen, simplen Zugvorrichtungen und Beinstreckern für 500 bis 600 Euro zu haben. Technisch und hydraulisch hochwertigere Anlagen schlagen mit meist vierstelligen Beträgen zu Buche.

Wie sollte der Raum in einem Home Gym beschaffen sein?

Wer sich für Geräte entscheidet, sollte sicherstellen, dass diese in dem Raum ausreichend Platz finden. Bei der Auswahl lohnt es sich in jedem Falle, sich mit einem Fachmann wie einem Fitnesstrainer zu unterhalten. Der Raum selbst sollte mindestens 15 Quadratmeter groß sein, um jedes Gerät sollte im Umkreis von mindestens einem Meter Platz bleiben. Räume im Keller werden zwar häufig genutzt, um das Home Gym einzurichten. Aber sie sind nur geeignet, wenn ein Fenster zum Lüften vorhanden ist. Durch die Kondensation von Schweiß besteht die Gefahr der Schimmelbildung, was den Raum unbenutzbar machen würde.
Liegt der Raum in einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus, sollte in Bezug auf die Nachbarn auch der Faktor Lautstärke berücksichtigt werden. Wer neu baut, kann eine Trittschalldämmung in dem Raum integrieren. In Wohnungen hilft beispielsweise ein Deckensegel oder Akustikputz gegen Lärm.
Der Bodenbelag in einem Fitnessraum sollte rutschfest und abwaschbar sein, es empfehlen sich Kunststoffböden. Organische Materialien wie Kork oder Holz können durch schweres Gerät Schaden nehmen. Für die korrekte Durchführung vieler Übungen ist ein Spiegel in voller Körpergröße hilfreich.

Bildquelle: AntonioGuillem  / crestock.de